Wir über uns

Ohne uns wirds brenzlig

Die Freiwillige Feuerwehr Edemissen wurde 1902 gegründet und entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte mehr und mehr zu einer hochtechnisierten Truppe, die allen in ihrem Einsatzgebiet anfallenden Aufgaben gewachsen ist. Heute gehört die Edemisser Wehr zusammen mit Abbensen und Wipshausen zu den drei Stützpunktwehren der Gemeinde. Mit vier Fahrzeugen - einem Tanklöschfahrzeug TLF 8, einem Löschgruppenfahrzeug LF 8/8, einem Rüstwagen RW 1 und einem Einsatzleit- und Mannschaftstransportfahrzeug ELW 1 rücken die derzeit 53 aktiven Kameraden zu durchschnittlich 20-25 Einsätzen jährlich aus.
Dabei hat sich der Schwerpunkt der Aufgaben in den letzten Jahren mit der zunehmenden Verkehrsdichte mehr und mehr von der Brandbekämpfung zu Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen verlagert.
Moralisch und finanziell unterstützt wird der Einsatz der aktiven Kameraden von ca. 200 fördern- den und passiven Mitgliedern, der Nachwuchs rekrutiert sich überwiegend aus der eigenen Jugendfeuerwehr, die "Rentner" finden Platz in der Altersgruppe "Florian 97".
Das auf Lehrgängen beim Landkreis und an der Landesfeuerwehrschule erworbene Fachwissen wird durch monatliche Übungsdienste und Spezialausbildungen erhalten und vertieft. Bei den Kreis- und Gemeindewettkämpfen belegte die Wettkampfgruppe in den vergangenen Jahren stets vordere Plätze und stellte damit das Leitungsvermögen der Wehrmänner und -frauen anschaulich unter Beweis.
Als Ausgleich für die zeit- und kräftezehrenden Tätigkeiten als Feuerwehrmann wird Kameradschaft innerhalb der Wehr groß geschrieben.
Beim alljährlichen Kameradschaftsabend wird das Gerätehaus zum Tanzsaal umfunktioniert, beim Preisskat im Dezember wird heiß um Sach- und Fleischpreise gekämpft, und zum Jahresausklang findet einer besinnliche Weihnachtsfeier mit Kindern und Ehefrauen statt. Sehr beliebt auch bei den fördernden Mitgliedern sind die Wochen- endausflüge, die im unregelmäßigen Abstand durchgeführt werden.


Ein offenes Wort ---

Vorurteile gegen Feuerwehrmitglieder

Oftmals wird angenommen, dass besonders viele Brandstifter selber Mitglied in einer Feuerwehr seien. So haben Pyromanen aufgrund ihrer Krankheit sicher eine gesteigerte Motivation, in eine Feuerwehr einzutreten, doch wird versucht, dies durch eine geeignete soziale und strafrechtliche (Führungszeugnis) Mitgliederauswahl zu verhindern. Auch eine gegenseitige Kontrolle innerhalb der Feuerwehr kann dies verhindern. Jedoch ist dieses Problem keine Besonderheit der Feuerwehr – auch andere Gruppen können ähnliche Anziehungspunkte für nicht geeignete Mitglieder darstellen (vgl. Vorurteile: Schützenverein, Bundeswehr). Deshalb ist ein professioneller und differenzierter Umgang mit dem Thema notwendig.

Der Großteil der Brandstiftungen geht auf ganz andere Motivationen als Pyromanie zurück, wie Vertuschung von anderen Verbrechen oder Grundstück- beziehungsweise Gebäudespekulationen. Diese Taten sind nicht krankhaft motiviert und die Tätergruppen sind gar nicht interessiert, beim Feuer zuzuschauen, haben daher keine besonderen Kontakte zur Feuerwehr.

Allerdings gibt es das Problem, dass Feuerwehrleute aufgrund falscher Motivation Brände legen, um diese selbst dann zu löschen und so soziale Anerkennung (Heldenstatus) zu bekommen. Dieses Problem ist, im Gegensatz zu Pyromanen in der Feuerwehr, schon ein „eigenes“ Problem, welches nicht taburisiert, aber auch nicht zu übertrieben gesehen werden darf, da es sich auch zahlenmäßig um eine Randerscheinung handelt (etwa 12 der 36.000 Brandstiftungen im Jahr gehen auf Feuerwehrleute zurück; immerhin 12.000 auf Kinder).

Ein anderes Vorurteil ist, dass die Feuerwehrmitglieder besonders gerne den Durst löschen würden. Der Prozentsatz an Personen mit erhöhter Neigung zum Alkoholkonsum ist allerdings bei der Feuerwehr nicht größer als anderswo. Bei Berufsfeuerwehren herrscht wie in jedem gewerblichen Betrieb ein Alkoholverbot; dies wird zunehmend auch von Freiwilligen Feuerwehren übernommen. Freiwilligen Feuerwehren bilden neben der Bedeutung für die Gefahrenabwehr auch eine soziale Gruppe, also Vereine, in diesen ist natürlich ein gemeinsamer Genuss genau so vorhanden wie in jeder anderen Gruppe. Auch wenn zur Stärkung der Gemeinschaft interne Feste gefeiert werden, so fällt dort der Alkoholkonsum in keiner Weise höher aus als auf anderen Festlichkeiten oder Partys, eher wird sogar weniger Alkohol konsumiert. Es wird aber auf eine strenge Trennung zwischen Dienstlichem und Privatem geachtet.

Trotz dieser Schwierigkeiten identifizieren sich viele Feuerwehrleute stark mit ihrer Tätigkeit. Auch an kleinen Äußerlichkeiten wie Aufklebern auf den Privatfahrzeugen mit Retten – Schützen – Löschen – Bergen oder ähnlichen Texten kann man einen gewissen Stolz erkennen.

In der Bevölkerung rangiert der Beruf des Feuerwehrmannes im Ansehen unter den zehn meist geachteten Berufen. In der "Reader’s Digest European Trusted Brands 2005" Studie wurden Feuerwehrleute zu Deutschlands vertrauenswürdigstem Berufsstand gewählt. In Österreich wurde der "Beruf" des Feuerwehrmannes sogar von 100 % der Bevölkerung so beurteilt. So mancher Kindertraum ist es, ein Feuerwehrmann zu werden.

Diese Quelle basiert auf einem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
( http://de.wikipedia.org/wiki/Feuerwehr#Vorurteile_gegen_Feuerwehrmitglieder )

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